Grundsteuer Bayern Rechner: Flächenmodell kostenlos berechnen
Berechnen Sie Ihre Grundsteuer B in Bayern mit Grundstücksfläche, Wohnfläche, Nutzfläche und kommunalem Hebesatz. Der Rechner zeigt Äquivalenzbeträge, Messbetrag, Jahressteuer und monatliche Belastung.
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Hinweis: Rundungen und Sonderfälle können vom amtlichen Bescheid abweichen.
Wie funktioniert der Grundsteuer Bayern Rechner?
Der bayerische Rechner bildet das wertunabhängige Flächenmodell für Grundstücke der Grundsteuer B nach. Anders als beim Bundesmodell werden für die überschlägige Berechnung keine Bodenrichtwerte, Baujahre oder Nettokaltmieten benötigt. Entscheidend sind die Flächen, die im Bescheid zur wirtschaftlichen Einheit gehören, und der Hebesatz der Gemeinde.
Der Rechner setzt für Grund und Boden eine Äquivalenzzahl von 0,04 Euro je Quadratmeter an. Gebäudeflächen werden mit 0,50 Euro je Quadratmeter angesetzt. Für Wohnflächen wird die Messzahl im Regelfall auf 70 Prozent reduziert; Nutzflächen laufen ohne diese allgemeine Wohnflächen-Ermäßigung. Anschließend wandelt der Hebesatz Ihrer Kommune den Grundsteuermessbetrag in die voraussichtliche Jahressteuer um.
Kurzformel für die Orientierung
Äquivalenzbetrag Boden = Grundstücksfläche × 0,04 Euro je m²
Äquivalenzbetrag Gebäude = Wohn- und Nutzfläche × 0,50 Euro je m²
Grundsteuer = Grundsteuermessbetrag × Hebesatz / 100
Welche Eingaben sind wichtig?
| Eingabe | Wofür sie gebraucht wird | Typische Quelle |
|---|---|---|
| Grundstücksfläche | Berechnung des Äquivalenzbetrags für Grund und Boden | Grundsteuererklärung, Grundbuch, Bescheid |
| Wohnfläche | Berechnung der Gebäudefläche mit Wohnflächen-Messzahl | Bauunterlagen, Wohnflächenberechnung, Bescheid |
| Nutzfläche | Berechnung nicht wohnlich genutzter Gebäudeflächen | Gewerbeunterlagen, Flächenaufstellung, Bescheid |
| Hebesatz | Umrechnung des Messbetrags in die tatsächliche Grundsteuer | Gemeinde, Grundsteuerbescheid, Hebesatzsatzung |
Beispiel: Einfamilienhaus in Bayern
Angenommen, ein Einfamilienhaus steht auf einem 600 m² großen Grundstück und hat 140 m² Wohnfläche. Ohne weitere Nutzfläche ergibt sich überschlägig ein Bodenansatz von 24,00 Euro und ein Gebäudeansatz von 70,00 Euro. Durch die Wohnflächen-Messzahl von 70 Prozent werden daraus 49,00 Euro Gebäudemessbetrag. Zusammen mit dem Bodenanteil ergibt sich ein Messbetrag von 73,00 Euro. Bei einem Hebesatz von 535 Prozent läge die Jahressteuer rechnerisch bei 390,55 Euro.
Weicht Ihr amtlicher Messbetrag deutlich vom Rechner ab, prüfen Sie zuerst die Flächen, den Anteil an der wirtschaftlichen Einheit, mögliche Garagen- oder Nebengebäude-Regeln und Ermäßigungen. Der Rechner ist für die schnelle Plausibilitätsprüfung gedacht und kann nicht jeden Sonderfall der Feststellung ersetzen.
Geeignet für
- Einfamilienhäuser und Zweifamilienhäuser in Bayern
- Eigentumswohnungen mit anteiliger Grundstücksfläche
- Gemischt genutzte Objekte mit Wohn- und Nutzflächen
- Vergleich zwischen Bescheid und eigener Plausibilitätsrechnung
Grenzen des Tools
Das Tool berücksichtigt die wichtigsten Standardfälle. Sonderregeln für sehr große, unbebaute oder land- und forstwirtschaftliche Flächen, Befreiungen, mehrere wirtschaftliche Einheiten und komplexe Ermäßigungen müssen Sie anhand des Bescheids oder mit fachlicher Hilfe prüfen.
Offizielle Grundlagen
Häufige Fragen zur Grundsteuer in Bayern
Die wichtigsten Punkte für die schnelle Prüfung Ihres Bayern-Bescheids.
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